Das Auto

Mustang Shelby GT350
Shelby auf der Strecke II
Ford Mustang GT350 Shelby
Produktionszeitraum 1965-1966
Klasse Sportwagen
Karosserieversion Coupé
Motoren 5,2 Liter V8
Länge 4613 mm
Breite 1735 mm
Höhe 1314 mm
Radstand 2500mm
Leergewicht 1109kg
Vorgängermodell -
Nachfolgemodell Shelby GT 500

Carroll Shelby, ein Ex-Rennfahrer und Unternehmer, der durch den Bau der Shelby Cobra bereits über Kontakte zu Ford verfügte, baute ab 1965 in Venice (Kalifornien) auf Basis des Ford Mustang 562 Sondermodelle, die für den Rennsport gedacht, aber auch als Mustang-Hochleistungsversionen für die zivile Nutzung bestimmt waren. Die erste Shelby-Version des Mustang erschien 1965. Alle ’65er Shelleys waren weiß lackiert mit (optionalen) parallelen blauen Streifen von der Spitze bis zum Heck.

 

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Es gab auch Türschwellerstreifen mit dem GT350 Schriftzug. Der Motor war ein modifizierter K-Code 289HP Windsor V8 mit speziellen „Cobra“ Ventilabdeckungen, tri-Y Krümmern, ein spezieller Ansaugkrümmer und Holley Vergaser erhöhten die Leistung von 271 auf 306 PS (199 auf 228 kW).

 

Für das Modelljahr 1966

 

Die ersten 252 Auto für 1966 waren noch 1965 Mustang Karosserien mit der 1966er Ausstattung. Diese Autos werden als sogenannte „Übergangsmodelle“ bezeichnet. Zwei Karosserievarianten waren erhältlich – das Fastback und das ultraseltene Cabriolet. Die Änderungen für 1966 Shelby waren minimal, seitliche Lufthutzen wurden montiert, die Luft zur Kühlung an die hinteren Bremsen leiteten und in der C – Säule wurde eine einfache Plexiglasscheibe anstelle des Gitters eingesetzt. 1966 fertigte Shelby mit unveränderter Technik 1438 Stück des GT-350 Fastback-Coupés sowie sechs GT-350 Cabriolets. Das 1966er Modell unterschied sich in Karosseriefarbe (es wurden nicht-weiße Versionen eingeführt – dabei gab es Blau, Rot, Grün und Schwarz.

 

Das Original Weiß blieb auch erhalten und auch die Verkleidung. Die „Le Mans-Streifen“ gab es weiterhin als Option wie bereits 1965. Es bot spezielle Heckfenster, hintere Lufthutzen auf jeder Seite. Zudem baute Shelby 34 Fahrzeuge nur für den Rennsport ohne Straßenzulassung. Dieses Fahrzeug hatten keine Rücksitze, Kunststoffseitenscheiben und Heckscheiben, spezielle Anlenkungen der Hinterachse und einen nochmals stärkeren Motor mit bis zu 360 PS. Viele dieser Optionen ließen sich auch bei den Sportversionen mit Straßenzulassung als Zusatzausstattung ordern.

 

Dieser Shelby…
…wurde im November 1965 schon mit den Modelloptionen des Jahres 1966 mit der Nummer 6S748 produziert und am 26.1.1966 in England an einen Ford Händler In der Nähe von London ausgeliefert. Er ist somit eines der 252 seltenen Übergangsmodelle. Der erste Besitzer in England nutzte den Shelby im Alltag und zu kleineren Sportveranstaltungen.

 

1976 verkaufte er den Wagen an den deutschen Rennfahrer Bernd Schwebel, der den Wagen technisch und optisch zum R-Modell modifizierte und so über 10 Jahre lang, sehr erfolgreich an zahlreichen Rennen teilnahm. Unter anderem fuhr er zusammen mit Stirling Moss beim großen Preis der Stadt Stuttgart mit.

 

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1988 verkaufte er den Wagen an das EMS Racing Team von Osram Kusmanowitsch, der den Wagen bei vielen Rennen bis zum Jahre 2002 einsetzte. Die immer noch vorhandenen Wagenpässe dokumentieren die Rennen fast lückenlos.

 

2002 kauft Jörg Bratke von Bergen den Wagen. Nach einer umfangreichen Überholung der Technik, setzte er den Wagen bis 2014 sehr erfolgreich bei vielen internationalen Rennen und Veranstaltungen ein. Unter anderem bestritt er mit dem Wagen 6 mal Le Mans Classic, 10 x den Oldtimer Grand Prix, mehrfach die Modena Cento Ore, die Korsika Rallye, Rallye Köln Ahrweiler, 6 Stunden Spa, Die vielen Pokale in seinem Büro unterstreichen die Performance des Fahrzeuges. Trotz der zahlreichen Renneinsätze handelt es sich nachweislich immer noch um die originale Karrosserie. Dies ist auch vom internationalen Shelby Register bestätigt, das den Wagen als “den schnellsten Shelby Europas” gelistet hat.

 

Trotzdem hat der Wagen nach wie vor eine Straßenzulassung mit H-Kennzeichen.